Lohnt sich ein Balkonkraftwerk wirklich? Die ehrliche Rechnung über den Eigenverbrauch

Ob sich ein Balkonkraftwerk lohnt, entscheidet nicht die Einspeisevergütung, sondern dein Eigenverbrauch. Die ehrliche Rechnung und wie du das Meiste aus deinem Solarstrom holst.

Kurz gesagt: Ja, ein Balkonkraftwerk lohnt sich, aber nur, wenn du den Strom selbst verbrauchst. Die Rechnung geht nicht über die Einspeisevergütung auf, sondern über jeden Cent, den du beim teuren Netzstrom sparst. Genau deshalb rechnen wir dir das hier ehrlich vor, ohne Renditeversprechen, die morgen schon nicht mehr stimmen.

Warum der Eigenverbrauch über alles entscheidet

Der Netzstrom ist teuer geworden. Jede Kilowattstunde, die dein Balkonkraftwerk erzeugt und die du direkt selbst nutzt, ersetzt eine Kilowattstunde, die du sonst teuer einkaufen müsstest. Speist du den Strom dagegen ins Netz ein, bekommst du dafür beim Balkonkraftwerk praktisch nichts. Die einfache Grundregel lautet also: so viel Solarstrom wie möglich selbst verbrauchen, so wenig wie möglich verschenken.

Ein Balkonkraftwerk liefert tagsüber Strom. Alles, was bei dir ohnehin durchläuft, Kühlschrank, Gefriertruhe, Router, Standby-Geräte, Homeoffice, deckt es zuerst ab. Diese Grundlast ist bares Geld, das du jeden Tag sparst.

Die ehrliche Beispielrechnung

Rechne nicht mit der Einspeisung, rechne mit deinem Strompreis. Ein typisches Balkonkraftwerk erzeugt im Jahr grob 600 bis 800 Kilowattstunden. Wenn du davon einen guten Teil selbst verbrauchst, sparst du bei heutigen Strompreisen im Jahr eine dreistellige Summe. Zwei Kunden aus der Region berichten von rund 180 bis 210 Euro Ersparnis schon im ersten Jahr. Wie schnell sich das rechnet, hängt an einem einzigen Hebel: deiner Eigenverbrauchsquote.

Diese Rechnung bleibt auch dann gültig, wenn die Einspeisevergütung irgendwann fällt oder ganz verschwindet. Denn sie steht nicht auf der Vergütung, sondern auf dem gesparten Kaufstrom.

So holst du das Meiste aus deinem Balkonkraftwerk

  • Verlege stromintensive Aufgaben in die Sonnenstunden: Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner am Mittag laufen lassen.
  • Koppele Komfortgeräte an die Sonne. Eine Klimaanlage zum Beispiel läuft genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint und dein Balkonkraftwerk am meisten liefert. Diesen Strom verbrauchst du dann mit gutem Gewissen selbst.
  • Behalte deinen Ertrag im Blick. Mit einer einfachen WLAN-Steckdose siehst du, wie viel du erzeugst und verbrauchst. Wie das geht, zeigen wir dir im Beitrag zum Ertrag live verfolgen mit WLAN-Steckdosen.

Für wen sich ein Balkonkraftwerk besonders lohnt

Wenn du tagsüber Grundverbraucher am Laufen hast, unabhängiger vom Stromanbieter werden willst und einen sonnigen Balkon, eine Terrasse, eine Garage oder eine Gartenfläche hast, lohnt es sich fast immer. Und wer noch selbst mit anpackt bei Aufbau und Montage, drückt die Kosten weiter. Es gibt so viele Wege, selbst beizutragen, dass sich eine kleine Solaranlage für kaum jemanden nicht rechnet.

Welches Set zu dir passt und wie du es direkt bei uns in Hilpoltstein abholst, liest du in unserem Leitfaden Balkonkraftwerk in Hilpoltstein kaufen. Komm gern vorbei, wir rechnen deinen Fall ehrlich mit dir durch.