
PV-Anlage im Altbau: Warum Ihre Hauselektrik in Greding & Berching den ersten Check braucht
PV-Anlage im Altbau: Warum Ihre Hauselektrik in Greding & Berching den ersten Check braucht
Stellen Sie sich vor: Sie stehen vor Ihrem charmanten Altbau in der Gegend um Greding oder Berching. Die Sonne scheint, und der Traum von einer eigenen Photovoltaikanlage, von Unabhängigkeit und sinkenden Stromkosten, fühlt sich zum Greifen nah an. Sie haben bereits Angebote verglichen und die perfekten Solarmodule im Kopf. Doch dann kommt der Elektriker zur Vorbesichtigung und sagt den Satz, den niemand hören will: „Tut mir leid, aber Ihr Zählerschrank ist aus den 70ern. Da können wir so nichts anschließen.“
Dieses Szenario ist keine Seltenheit. Laut Statistik wurden rund 76 % aller Wohngebäude in Deutschland vor 1979 errichtet – in vielen von ihnen tickt eine elektrische Zeitbombe, die oft erst mit dem Wunsch nach einer PV-Anlage ans Licht kommt.
Als Ihr regionaler Solarexperte aus Hilpoltstein wissen wir aus Erfahrung: Die beste PV-Anlage nützt nichts, wenn das Fundament – Ihre Hauselektrik – nicht tragfähig ist. Dieser Ratgeber erklärt, worauf Sie bei einem Altbau achten müssen und wie Sie teure Überraschungen von vornherein vermeiden.
Das unsichtbare Fundament: Warum alte Elektrik zur PV-Falle werden kann
Eine moderne Photovoltaikanlage ist im Grunde ein kleines Kraftwerk auf Ihrem Dach oder Balkon. Sie erzeugt Strom, der sicher ins Hausnetz und gegebenenfalls ins öffentliche Netz eingespeist werden muss. Eine Elektroinstallation, die vor 30, 40 oder sogar 50 Jahren konzipiert wurde, ist dieser Aufgabe oft nicht gewachsen.
Man kann es sich so vorstellen: Sie würden auch keinen hochmodernen Glasfaseranschluss an ein altes Wählscheibentelefon anschließen und volle Leistung erwarten. Genauso verhält es sich mit einer PV-Anlage und einer veralteten Hauselektrik. Denn die Installation muss die aktuellen Anforderungen an Sicherheit und Leistung erfüllen, die in Normen wie der VDE AR-N 4100 festgelegt sind.
Die 3 kritischen Schwachstellen in Altbauten: Ein Blick in den Sicherungskasten
Wenn wir von „alter Elektrik“ sprechen, meinen wir meist drei konkrete Bereiche, die für eine PV-Anlage zum Nadelöhr werden können.
1. Der Zählerschrank: Das Herzstück Ihrer Stromversorgung
Der Zählerschrank ist die Schaltzentrale Ihres Hauses. Hier laufen alle Kabel zusammen, hier sitzt der Stromzähler. In älteren Gebäuden sind diese Schränke oft zu klein, haben noch alte Schmelzsicherungen und entsprechen nicht mehr den heutigen technischen Anschlussregeln (TAR Niederspannung).
Für eine PV-Anlage wird zusätzlicher Platz benötigt – für den Zähler, den Überspannungsschutz und für neue Sicherungen. Moderne Zählerschränke haben einen klar abgetrennten Bereich für den Netzbetreiber, was bei alten Modellen fast immer fehlt. Eine Nachrüstung ist oft unumgänglich und die Voraussetzung für eine sichere und vorschriftskonforme Installation.
Gegenüberstellung: Ein veralteter Zählerschrank (links) und ein moderner, für PV-Anlagen vorbereiteter Zählerschrank (rechts) mit ausreichend Platz und nach aktuellen Normen.
2. Fehlender Schutz: Warum ein alter FI-Schalter nicht ausreicht
Ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter oder RCD) ist Ihre Lebensversicherung. Er unterbricht den Stromfluss blitzschnell, wenn Fehlerströme auftreten, und schützt so vor gefährlichen Stromschlägen. In vielen Altbauten ist entweder gar kein FI-Schalter vorhanden oder nur ein veralteter Typ A.
Moderne Wechselrichter können unter bestimmten Umständen glatte Gleichfehlerströme erzeugen, die ein alter Typ-A-Schalter nicht zuverlässig erkennt. Deshalb ist für viele Anlagen ein allstromsensitiver FI-Schalter vom Typ B vorgeschrieben. Eine Aufrüstung ist hier keine Option, sondern eine absolute Notwendigkeit für Ihre Sicherheit.
3. Unsichtbare Gefahren: Kabel, Erdung und der Zahn der Zeit
Was man nicht sieht, wird oft vergessen. Dabei sind die Kabel in den Wänden und die Erdungsanlage des Hauses entscheidend für den sicheren Betrieb einer PV-Anlage. Hier zeigen sich vor allem zwei Probleme:
- Zu geringe Leitungsquerschnitte: Die Kabel, die vom Zählerschrank zum Wechselrichter führen, müssen dick genug sein, um die Leistung der PV-Anlage sicher zu transportieren. Alte Leitungen sind oft unterdimensioniert.
- Mangelhafter Potentialausgleich: Eine funktionierende Erdung leitet gefährliche Spannungen sicher in den Boden ab, zum Beispiel bei einem Blitzeinschlag. In Altbauten ist diese oft nicht mehr ausreichend oder gar nicht vorhanden.
Der sichere Weg zur Solarenergie: Die Bestandsaufnahme vor dem Kauf
Die gute Nachricht ist: All diese Herausforderungen sind lösbar. Der entscheidende Schritt ist, die Prüfung der Elektrik an den Anfang Ihres Projekts zu stellen – noch bevor Sie Solarmodule oder einen Wechselrichter kaufen.
Als Ihr regionaler Partner im Raum Hilpoltstein, Neumarkt und Roth sehen wir es als unsere Aufgabe, Sie vor Fehlinvestitionen zu bewahren. Anstatt Ihnen einfach nur eine Kiste mit Komponenten zu verkaufen, empfehlen wir zuerst den „Blick unter die Motorhaube“.
Ein erfahrener Elektriker führt eine Bestandsaufnahme der Hauselektrik durch – der wichtigste erste Schritt bei PV-Projekten im Altbau.
Eine professionelle Bestandsaufnahme durch einen qualifizierten Elektriker schafft Klarheit. Er prüft den Zählerschrank, die Schutzschalter sowie die Verkabelung und erstellt einen klaren Fahrplan für alle eventuell notwendigen Maßnahmen. Wir von JuraSol arbeiten eng mit einem Netzwerk von erfahrenen Elektro-Fachbetrieben aus der Region zusammen und vermitteln Ihnen gerne den passenden Kontakt für diese wichtige Prüfung.
FAQ: Häufige Fragen zur Photovoltaik im Altbau
Muss ich bei jedem Altbau die Elektrik komplett erneuern?
Nein, nicht zwangsläufig. Oft genügt eine gezielte Modernisierung, wie der Austausch des Zählerschranks und die Nachrüstung von Schutzkomponenten. Eine fachkundige Bestandsaufnahme zeigt, was wirklich notwendig ist und was nicht.
Was kostet die Modernisierung eines Zählerschranks?
Die Kosten variieren je nach Aufwand, liegen aber typischerweise zwischen 1.500 € und 3.000 €. Das klingt zunächst nach viel, ist aber eine entscheidende Investition in die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit Ihres gesamten Hauses.
Kann ich trotzdem schon mit einer kleinen Anlage starten?
Ja, das ist oft eine gute Möglichkeit. Die Grundlagen für sogenannte Mini-PV-Anlagen erklärt unser Ratgeber [Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk? Unser Ratgeber für Einsteiger]. Diese Anlagen werden direkt in eine Steckdose gesteckt und stellen geringere Anforderungen an die Hauselektrik. Dennoch sollte auch hier die betreffende Steckdose und der zugehörige Stromkreis von einem Fachmann geprüft werden.
An wen wende ich mich für eine Prüfung im Raum Greding oder Berching?
Genau hier kommen wir ins Spiel. Sprechen Sie uns einfach an. Wir kennen die Gegebenheiten in der Region und können Ihnen einen passenden Elektriker aus unserem Partnernetzwerk empfehlen, der die Lage verlässlich und fair einschätzt.
Ihr nächster Schritt: Klarheit statt böser Überraschungen
Der Weg zur eigenen Solarenergie im Altbau muss nicht steinig sein. Er erfordert nur die richtige Reihenfolge: zuerst prüfen, dann planen, dann kaufen. Indem Sie die Hauselektrik von Anfang an mitbedenken, schaffen Sie ein sicheres Fundament für eine Anlage, die Ihnen über Jahrzehnte Freude und Ersparnis bringt.
Sobald die elektrischen Voraussetzungen geklärt sind, können Sie sich den spannenden Fragen widmen: Wie groß soll die Anlage werden? Und ist eine [PV-Anlage mit Speicher: Lohnt sich das für Sie?] die richtige Wahl?
Sie haben ein älteres Haus in der Region und möchten wissen, wo Sie stehen? Lassen Sie uns sprechen. Wir verkaufen nicht nur Produkte, sondern begleiten Sie auf dem Weg zu einer durchdachten und sicheren Solarlösung. [Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung] – wir helfen Ihnen, die richtigen Fragen zu stellen.



