
Ertrags-Prognose: Wie viel Strom erzeugt eine 10 kWp PV-Anlage in Greding pro Jahr wirklich?
Sie sitzen an einem sonnigen Nachmittag auf Ihrer Terrasse in Greding, blicken auf Ihr Hausdach und fragen sich: Wie viel dieser kostenlosen Energie, die gerade vom Himmel strahlt, könnte ich eigentlich für mich nutzen?
Die Stromrechnung, die regelmäßig ins Haus flattert, erinnert daran, dass Energie alles andere als günstig ist. Wäre es nicht fantastisch, einen Großteil des eigenen Stroms einfach selbst zu erzeugen?
Die Idee einer eigenen Photovoltaikanlage ist verlockend. Aber was bringt sie unterm Strich? Marketing-Broschüren versprechen oft das Blaue vom Himmel. Wir gehen einen anderen Weg: Wir schauen uns die Fakten an und erstellen eine realistische Ertrags-Prognose für eine 10-kWp-Anlage – speziell für unsere sonnenverwöhnte Heimat rund um Greding.
Warum Greding ein idealer Standort für Photovoltaik ist
Man muss kein Experte sein, um zu wissen: Je mehr Sonne, desto mehr Solarstrom. Was viele aber nicht wissen: Bayern und insbesondere unsere Region im Naturpark Altmühltal gehören zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) liegt die durchschnittliche jährliche Globalstrahlung in Süddeutschland deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Für Greding und Umgebung können wir von rund 1.950 Sonnenstunden pro Jahr ausgehen. Das ist eine hervorragende Ausgangslage und damit die beste Basis für hohe Solarerträge. Sie leben also an einem Ort, an dem sich die Sonne besonders oft von ihrer besten Seite zeigt – die perfekte Voraussetzung für Ihr eigenes kleines Kraftwerk auf dem Dach.
Die entscheidende Kennzahl: Kilowatt-Peak (kWp) verständlich erklärt
Bevor wir mit dem Rechnen beginnen, klären wir kurz den wichtigsten Begriff: Kilowatt-Peak (kWp). Stellen Sie sich kWp als die „PS-Zahl“ Ihrer Solaranlage vor. Diese Kennzahl beschreibt die maximale Nennleistung, die Ihre Solarmodule unter genormten Laborbedingungen (Sonneneinstrahlung von 1.000 W/m², 25 °C Modultemperatur) erzeugen können.
Eine 10-kWp-Anlage ist eine gängige Größe für ein typisches Einfamilienhaus in unserer Region. Sie passt auf die meisten Dächer und kann den Strombedarf einer vierköpfigen Familie oft zu einem großen Teil decken.
Von der Theorie zur Praxis: Die realistische Ertragsberechnung
Die kWp-Zahl ist die Theorie. Was aber zählt, ist der Strom, der am Ende tatsächlich bei Ihnen ankommt. Hierfür nutzen wir den sogenannten spezifischen Ertrag. Er gibt an, wie viele Kilowattstunden (kWh) Strom ein Kilowatt-Peak (kWp) installierter Leistung pro Jahr erzeugt.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) gibt für Deutschland einen Korridor von 950 bis 1.250 kWh/kWp an. Dank unserer sonnigen Lage in Greding können wir uns am oberen Ende dieses Spektrums orientieren und mit einem realistischen Wert von etwa 1.100 kWh/kWp rechnen.
Die Formel für Ihren Erfolg: So berechnen wir den Ertrag
Die grundlegende Berechnung ist einfach:
Anlagenleistung (kWp) × Spezifischer Ertrag (kWh/kWp) = Jahresertrag (kWh)
Für unser Beispiel in Greding ergibt das:
10 kWp × 1.100 kWh/kWp = 11.000 kWh
Ein beeindruckender Wert. Doch für eine ehrliche Prognose müssen wir noch einen wichtigen Faktor berücksichtigen: die Realität.
Die unsichtbaren Bremser: Warum der Ertrag nie 100 % beträgt
Kein technisches System arbeitet vollkommen verlustfrei. Eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeigt, dass man bei PV-Anlagen mit Systemverlusten von 10 % bis 20 % rechnen muss. Diese sind völlig normal und entstehen durch verschiedene Faktoren:
- Temperatur: Solarmodule mögen es sonnig, aber nicht zu heiß. Bei hohen Temperaturen sinkt ihr Wirkungsgrad leicht.
- Dachausrichtung und -neigung: Ein perfekt nach Süden ausgerichtetes Dach mit 30° Neigung ist ideal, aber auch Ost-West-Dächer liefern hervorragende Erträge.
- Verschattung: Ein Kamin, ein großer Baum oder das Nachbarhaus können zu bestimmten Tageszeiten Schatten werfen.
- Wirkungsgrad des Wechselrichters: Er wandelt den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom um, wobei leichte Umwandlungsverluste entstehen.
- Leitungsverluste und Verschmutzung: Staub, Pollen oder Blätter auf den Modulen können die Leistung minimal reduzieren.
Wir kalkulieren fair und ziehen realistische 15 % für diese Systemverluste ab:
11.000 kWh − 15 % = 9.350 kWh
Das ist er: der realistische Jahresertrag, den Sie von Ihrer 10-kWp-Anlage in Greding erwarten können. Eine beachtliche Menge Strom, die den durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Haushalts (ca. 4.000 kWh) mehr als verdoppelt.
Was bedeuten 9.350 kWh pro Jahr für Ihren Geldbeutel?
Strom zu erzeugen ist die eine Sache, ihn finanziell zu bewerten die andere. Nehmen wir den durchschnittlichen Strompreis von rund 42 Cent/kWh (BDEW, Stand 2023) als Grundlage. Theoretisch hat der von Ihnen erzeugte Strom somit einen Wert von:
9.350 kWh × 0,42 €/kWh = 3.927 €
In der Praxis setzt sich dieser Wert aus zwei Teilen zusammen: aus dem Strom, den Sie direkt selbst verbrauchen (Eigenverbrauch), und dem, den Sie ins Netz einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten.
Eigenverbrauch vs. Einspeisung: Der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit
Die Sonne scheint am stärksten zur Mittagszeit – oft genau dann, wenn niemand zu Hause ist und der Stromverbrauch niedrig ist. Deshalb können Sie ohne weitere Technik nicht den gesamten Solarstrom selbst nutzen. Der Anteil des selbst genutzten Stroms wird Eigenverbrauchsquote genannt. Laut Fraunhofer ISE liegt diese bei einem typischen Haushalt ohne Stromspeicher bei etwa 25 % bis 40 %.
Rechnen wir mit einer realistischen Quote von 35 %:
- Ihr Eigenverbrauch: 9.350 kWh × 35 % = 3.273 kWh
- Ihre Ersparnis: 3.273 kWh × 0,42 €/kWh = 1.375 €, die Sie nicht mehr an Ihren Stromanbieter zahlen.
- Ihre Einspeisung: 9.350 kWh × 65 % = 6.077 kWh
- Ihre Einnahmen: 6.077 kWh × 8,2 Cent/kWh (Einspeisevergütung) = 498 €, die Sie vom Netzbetreiber erhalten.
Ihr direkter finanzieller Vorteil pro Jahr beträgt also rund 1.873 €.
Der Turbo für Ihre Unabhängigkeit: Der Batteriespeicher
Wie können Sie die wertvolle Eigenverbrauchsquote erhöhen? Die Antwort lautet: ein Batteriespeicher. Er speichert den überschüssigen Solarstrom vom Mittag und stellt ihn Ihnen abends oder am nächsten Morgen zur Verfügung – genau dann, wenn Sie ihn brauchen.
Dadurch kann die Eigenverbrauchsquote auf 60 % bis 80 % steigen. Das bedeutet: Sie kaufen weniger teuren Strom aus dem Netz und werden so deutlich unabhängiger. Eine solche Lösung finden Sie oft als PV-Anlage mit Speicher Komplettset.
FAQ – Ihre wichtigsten Fragen zur PV-Anlage in Greding
Wie stark schwankt der Ertrag von Jahr zu Jahr?
Leichte Schwankungen sind normal. Ein sehr sonnenreiches Jahr kann den Ertrag um 10 % steigern, ein verregneter Sommer ihn leicht senken. Unsere Berechnung stellt einen stabilen Mittelwert über viele Jahre dar.
Muss ich meine Anlage im Winter vom Schnee befreien?
In der Regel nicht. Durch die Neigung der Module rutscht der Schnee meist von selbst ab. Die geringere Sonneneinstrahlung im Winter sorgt ohnehin für niedrigere Erträge, sodass eine Schneedecke kaum ins Gewicht fällt.
Was ist, wenn mein Dach nicht perfekt nach Süden ausgerichtet ist?
Kein Problem! Eine Ost-West-Ausrichtung ist sogar sehr clever. Sie erzeugt zwar mittags etwas weniger Spitzenleistung, verteilt den Strom dafür aber gleichmäßiger über den ganzen Tag – ideal, um den Eigenverbrauch morgens und abends zu decken.
Ich habe nicht so viel Platz, gibt es kleinere Lösungen?
Absolut. Wenn ein großes Dachprojekt nicht infrage kommt, können Sie mit einem Balkonkraftwerk starten oder eine flexible Mini-PV-Anlage für Garten oder Garage nutzen, um Ihre Grundlast zu decken und erste Erfahrungen zu sammeln.
Wie finde ich heraus, was so eine Anlage kostet?
Die genauen Kosten hängen von vielen individuellen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Der Ertrag ist die eine Seite der Medaille, die Investition die andere. Damit sich Ihr Projekt rechnet, müssen beide zusammenpassen.
Fazit: Ihr Weg zur Energiewende beginnt auf dem eigenen Dach
Eine 10-kWp-Photovoltaikanlage in Greding ist mehr als nur eine technische Installation – sie ist ein echtes Kraftpaket. Realistisch können Sie mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 9.350 kWh rechnen. Das ist genug Energie, um Ihre Stromrechnung drastisch zu senken, unabhängiger von steigenden Preisen zu werden und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Als Ihr Ansprechpartner hier in der Region Hilpoltstein, nur einen Katzensprung von Greding entfernt, verstehen wir die lokalen Gegebenheiten. Wir helfen Ihnen, diese Zahlen auf Ihr persönliches Projekt zu übertragen und die beste Lösung für Ihr Zuhause zu finden – ganz ohne Fachchinesisch, dafür mit regionaler Expertise und der Möglichkeit, Produkte direkt bei uns vor Ort abzuholen.
Nächste Schritte: Von der Theorie zur konkreten Planung
Sie wissen nun, welches Potenzial in Ihrem Dach steckt. Der nächste logische Schritt ist die Frage nach der Investition. Erfahren Sie in unserem detaillierten Ratgeber, was eine 10 kWp Photovoltaikanlage kostet und welche Faktoren den Preis beeinflussen. So kommen Sie Ihrer Energieunabhängigkeit ein entscheidendes Stück näher.



