
Lohnt sich ein Stromspeicher für meine PV-Anlage in Allersberg? Der Amortisations-Check
Stellen Sie sich vor, es ist ein sonniger Samstagnachmittag in Allersberg. Ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach läuft auf Hochtouren und produziert sauberen, kostenlosen Strom. Doch im Haus läuft nur die Spülmaschine, der Rest der Familie ist unterwegs. Wohin mit der ganzen Energie? Sie wird für wenige Cent ins öffentliche Netz eingespeist.
Am Abend kommen alle nach Hause, das Licht geht an, der Fernseher läuft, das E-Auto wird geladen – und Sie kaufen teuren Strom vom Energieversorger zurück.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Viele Besitzer von Bestandsanlagen im Landkreis Roth stehen vor genau diesem Dilemma. Ihre Anlage hat sich längst bewährt, doch die finanziellen Spielregeln haben sich geändert: Die Einspeisevergütung ist niedrig oder läuft bald aus, während der Strompreis stetig steigt. Doch es gibt eine Lösung, mit der Ihr wertvoller Sonnenstrom wieder für Sie arbeitet – die Nachrüstung eines Stromspeichers.
Aber lohnt sich die Investition wirklich? Wir machen den Check und zeigen Ihnen, wie Sie die Amortisation für Ihr Zuhause in Allersberg berechnen können.
Das neue Ziel: Eigenverbrauch statt Einspeisung
Früher war das Ziel klar: so viel Solarstrom wie möglich ins Netz einspeisen und dafür eine hohe Vergütung kassieren. Heute ist das genaue Gegenteil der Fall. Der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit liegt darin, so viel Ihres selbst erzeugten Stroms wie möglich auch selbst zu verbrauchen.
Warum? Der Unterschied zwischen dem, was Sie für eingespeisten Strom bekommen, und dem, was Sie für gekauften Strom bezahlen, ist enorm:
- Ihre Einnahme (Einspeisevergütung): ca. 8 Cent pro Kilowattstunde (kWh)
- Ihre Ausgabe (Strompreis): ca. 35-40 Cent pro kWh
Jede Kilowattstunde, die Sie nicht einspeisen, sondern selbst verbrauchen, spart Ihnen also die Differenz – aktuell rund 30 Cent. Ein Stromspeicher wird so zu Ihrer persönlichen Energie-Sparkasse: Er speichert den tagsüber überschüssigen Sonnenstrom, damit Sie ihn abends und nachts nutzen können, anstatt teuren Netzstrom zu kaufen.
Studien zeigen, dass ein durchschnittlicher Haushalt ohne Speicher nur etwa 25 bis 30 % seines Solarstroms direkt nutzen kann. Mit einem passend dimensionierten Stromspeicher lässt sich dieser Anteil auf 70 % oder mehr steigern.
Musterrechnung: Speicher-Nachrüstung für eine Familie in Allersberg
Rechnen wir das Ganze einmal konkret durch. Nehmen wir eine typische vierköpfige Familie aus dem Raum Allersberg oder Freystadt mit einer bestehenden 8-kWp-Photovoltaikanlage und einem Jahresstromverbrauch von 4.500 kWh.
Unsere Annahmen:
- Strompreis: 0,38 €/kWh
- Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh
- PV-Erzeugung: 8.000 kWh/Jahr
- Investitionskosten für einen 5-kWh-Speicher inkl. Installation: ca. 6.000 €
Szenario 1: Ohne Stromspeicher
Ohne Speicher kann die Familie etwa 30 % ihres selbst erzeugten Stroms direkt nutzen. Das sind die Sonnenstunden, in denen der Strom direkt vom Dach zu den Verbrauchern fließt.
- Direkter Eigenverbrauch: ca. 1.500 kWh (deckt einen Teil des Bedarfs)
- Benötigter Strom aus dem Netz: 3.000 kWh (4.500 kWh Bedarf – 1.500 kWh Eigenverbrauch)
- Kosten für Netzstrom: 3.000 kWh x 0,38 €/kWh = 1.140 €
- Überschüssiger Strom zur Einspeisung: 6.500 kWh (8.000 kWh erzeugt – 1.500 kWh Eigenverbrauch)
- Einnahmen durch Einspeisung: 6.500 kWh x 0,08 €/kWh = 520 €
Jährliche Stromkosten (netto): 1.140 € (Kosten) – 520 € (Einnahmen) = 620 €
Szenario 2: Mit nachgerüstetem Stromspeicher
Mit einem 5-kWh-Speicher steigt der Eigenverbrauchsanteil auf ca. 60 %. Die Familie kann ihren Strombedarf nun zu einem Großteil selbst decken.
- Gedeckter Bedarf durch PV & Speicher: 2.700 kWh (60 % von 4.500 kWh)
- Benötigter Strom aus dem Netz: 1.800 kWh (4.500 kWh Bedarf – 2.700 kWh Eigenverbrauch)
- Kosten für Netzstrom: 1.800 kWh x 0,38 €/kWh = 684 €
- Überschüssiger Strom zur Einspeisung: 5.300 kWh (8.000 kWh erzeugt – 2.700 kWh Eigenverbrauch)
- Einnahmen durch Einspeisung: 5.300 kWh x 0,08 €/kWh = 424 €
Jährliche Stromkosten (netto): 684 € (Kosten) – 424 € (Einnahmen) = 260 €
Die Amortisationsrechnung
Jetzt wird es spannend. Vergleichen wir die beiden Szenarien, um die jährliche Ersparnis und die Amortisationszeit zu ermitteln.
- Jährliche Ersparnis: 620 € (ohne Speicher) – 260 € (mit Speicher) = 360 €
- Amortisationszeit: 6.000 € (Investition) / 360 € (jährliche Ersparnis) = ca. 16,6 Jahre
Dieser Wert ist eine Momentaufnahme. Der entscheidende Faktor ist die zukünftige Entwicklung des Strompreises. Steigt dieser – was sehr wahrscheinlich ist –, verkürzt sich die Amortisationszeit erheblich. Bei einem Strompreis von 45 Cent/kWh würde die jährliche Ersparnis bereits auf über 500 € steigen und der Speicher sich in unter 12 Jahren bezahlt machen.
Mehr als nur eine Zahl: Die weiteren Vorteile eines Speichers
Die reine Amortisationsrechnung ist nur die halbe Wahrheit. Ein Stromspeicher bietet weitere, wertvolle Vorteile:
- Unabhängigkeit: Sie machen sich zu einem großen Teil unabhängig von Strompreiserhöhungen und Energiekonzernen – ein gutes Gefühl.
- Versorgungssicherheit: Viele moderne Speichersysteme bieten eine Notstromfunktion. Bei einem Stromausfall im öffentlichen Netz versorgt Ihr Speicher weiterhin wichtige Verbraucher im Haus.
- Nachhaltigkeit: Sie nutzen Ihren sauberen Sonnenstrom maximal aus und tragen aktiv zur Energiewende bei, indem Sie das Stromnetz entlasten.
Für eine fundierte Entscheidung ist eine individuelle Betrachtung unerlässlich. Faktoren wie Ihr genaues Verbrauchsverhalten, die Ausrichtung Ihrer PV-Anlage und die technischen Gegebenheiten vor Ort spielen eine große Rolle. Eine persönliche Beratung ist der beste Weg, um eine verlässliche Analyse für Ihr Zuhause in Allersberg zu erhalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Speichernachrüstung
Welche Speichergröße ist für mich die richtige?
Eine gängige Faustregel lautet: Pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch rechnet man mit etwa 1 bis 1,5 kWh Speicherkapazität. Für den oben genannten Haushalt mit 4.500 kWh Verbrauch wäre ein Speicher zwischen 4,5 und 6,5 kWh ideal.
Wie lange hält ein moderner Batteriespeicher?
Heutige Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP), der gängige Standard, sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Die meisten Hersteller garantieren eine Restkapazität von 70-80 % nach 10 Jahren oder rund 6.000 Ladezyklen. In der Praxis halten sie oft deutlich länger.
Kann jeder Speicher an jede PV-Anlage angeschlossen werden?
Nicht ganz. Man unterscheidet zwischen AC-gekoppelten und DC-gekoppelten Systemen. Für die Nachrüstung einer Bestandsanlage ist ein AC-gekoppelter Speicher meist die einfachste und kostengünstigste Lösung, da er unabhängig vom bestehenden PV-Wechselrichter installiert wird.
Gibt es Förderungen für die Nachrüstung eines Speichers?
Bundesweite Förderungen für die alleinige Nachrüstung eines Speichers sind selten geworden. Es lohnt sich aber immer, nach regionalen oder kommunalen Förderprogrammen im Landkreis Roth oder in Bayern Ausschau zu halten. Wir bei JuraSol behalten das für Sie im Blick.
Ihr nächster Schritt zur Energieunabhängigkeit in Allersberg
Die Nachrüstung eines Stromspeichers ist eine zukunftssichere Investition in Ihre Unabhängigkeit und den Wert Ihrer Immobilie. Sie verwandeln Ihre PV-Anlage von einer reinen Einspeisequelle in ein intelligentes Kraftwerk für Ihr Zuhause.
Die Beispielrechnung zeigt: Schon heute kann sich der Schritt lohnen – und mit jedem Cent, den der Strompreis steigt, wird die Entscheidung profitabler.
Möchten Sie wissen, wie die Rechnung speziell für Ihr Haus in Allersberg, Hilpoltstein oder Umgebung aussieht? Wir von JuraSol Solartechnik erstellen Ihnen gerne eine unverbindliche und realistische Wirtschaftlichkeitsanalyse. Als Ihr regionaler Ansprechpartner vor Ort in Hilpoltstein kennen wir die Gegebenheiten und finden gemeinsam die beste Lösung für Sie – ganz ohne anonyme Hotlines, dafür mit persönlichem Kontakt und Abholmöglichkeit.
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