Physical Address
304 North Cardinal St.
Dorchester Center, MA 02124
Physical Address
304 North Cardinal St.
Dorchester Center, MA 02124

Um die modernen Lösungen zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die traditionelle Funktionsweise einer Photovoltaikanlage. Bei einer klassischen Anlage mit einem zentralen „String-Wechselrichter“ sind mehrere Solarmodule in Reihe (in einem „String“) miteinander verbunden, ähnlich wie bei einer alten Weihnachtsbaumbeleuchtung.
Der Haken daran: Das schwächste Glied bestimmt die Leistung der gesamten Kette. Fällt ein Schatten auf nur ein einziges Modul, sinkt dessen Leistung drastisch. Und da alle Module in Reihe geschaltet sind, bremst dieses eine schwache Modul die Leistung aller anderen im selben String aus.
Die Folgen sind gravierend: Unabhängige Studien belegen, dass eine Teilverschattung von nur 10–20 % die Gesamtleistung einer herkömmlichen Anlage um bis zu 50 % reduzieren kann. Ihr Dach erntet also nur einen Bruchteil der möglichen Sonnenenergie.
Glücklicherweise hat die Technik hier enorme Fortschritte gemacht. Die Lösung heißt Module-Level Power Electronics (MLPE). Das klingt kompliziert, bedeutet aber etwas ganz Einfaches: Jedes einzelne Solarmodul wird intelligent gesteuert und liefert seine Leistung unabhängig von den anderen.
Ein verschattetes Modul bremst nicht mehr die anderen aus. Stattdessen holt jedes Modul zu jeder Zeit das Maximum aus der verfügbaren Sonneneinstrahlung heraus. Die MLPE-Technologie ist so effektiv, dass der Markt dafür jährlich um über 20 % wächst – ein klares Zeichen dafür, dass sie sich zum neuen Standard für anspruchsvolle Dächer entwickelt.
Zwei Technologien dominieren diesen Bereich: Moduloptimierer und Mikrowechselrichter.
Stellen Sie sich einen Moduloptimierer als kleinen Manager für jedes einzelne Solarmodul vor. Dieses kleine Gerät wird direkt am Modul montiert und sorgt dafür, dass es immer im optimalen Arbeitspunkt (dem sogenannten MPP) läuft, unabhängig davon, was seine Nachbarn tun.
Die Optimierer regeln die Gleichstrom-Spannung (DC) jedes Moduls individuell. Der optimierte Gleichstrom aller Module wird dann gesammelt und zu einem zentralen String-Wechselrichter im Haus geleitet, der ihn in nutzbaren Wechselstrom (AC) für Ihr Hausnetz umwandelt.
Mikrowechselrichter gehen noch einen Schritt weiter. Statt nur den Strom zu optimieren, übernimmt jeder Mikrowechselrichter die komplette Umwandlung von Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) direkt am Solarmodul.
Jedes Modul (oder jedes Modulpaar) bekommt seinen eigenen kleinen Wechselrichter. Von Ihrem Dach fließt also kein gefährlicher Hochvolt-Gleichstrom mehr, sondern nur noch haushaltsüblicher Wechselstrom. Das Prinzip ist vielen bereits von einem modernen Balkonkraftwerk bekannt, nur eben für eine große Dachanlage skaliert.
Welche Technologie ist nun die beste für Ihr Dach in Hilpoltstein, Freystadt oder Berching? Die Antwort hängt von Ihrer spezifischen Situation ab.
Eine Studie des National Renewable Energy Laboratory (NREL) in den USA hat gezeigt, dass MLPE-Systeme den Energieertrag bei mäßig verschatteten Dächern um 20 bis 35 % steigern können. Beide Technologien liefern also einen klaren Mehrwert, doch die Feinheiten entscheiden.
Hier sind typische Szenarien:
Szenario 1: Einfaches Süddach mit leichter, wandernder Verschattung (z. B. durch einen weit entfernten Baum am Morgen).
Szenario 2: Komplexes Dach mit Gauben, Kamin und mehreren Ausrichtungen.
Szenario 3: Fokus auf maximale Sicherheit und einfache zukünftige Erweiterung.
Szenario 4: Größere Dachanlage mit begrenztem Budget.
Ja, eine intelligente Lösung für Verschattung kostet anfangs mehr als ein einfacher String-Wechselrichter. Doch es ist eine Investition, die sich auszahlt. Die Mehrkosten für MLPE-Technologie amortisieren sich durch den signifikant höheren Stromertrag oft schon innerhalb von 5 bis 8 Jahren.
Bedenken Sie: Sie investieren in eine Anlage, die 25 Jahre und länger laufen soll. Über diesen Zeitraum sorgt die richtige Technologie dafür, dass Sie das Maximum aus Ihrer Investition herausholen und deutlich mehr Stromkosten sparen. Der Mehrertrag ist besonders wertvoll, wenn Sie eine PV-Anlage mit Speicher betreiben, da jede zusätzlich erzeugte Kilowattstunde direkt in Ihre Unabhängigkeit fließt.
Teilverschattung (oder temporäre Verschattung) liegt vor, wenn Objekte wie Bäume, Schornsteine, Gauben, Antennen oder Nachbargebäude zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten Schatten auf Teile Ihrer Solaranlage werfen.
Das ist eine Möglichkeit, aber oft nicht die beste. Erstens verschenken Sie wertvolle Dachfläche. Zweitens sind Schatten oft nicht statisch, sondern wandern im Laufe des Tages und der Jahreszeiten. Eine intelligente Elektronik nutzt auch die Stunden, in denen diese Bereiche in der vollen Sonne liegen.
Absolut. Mit der richtigen Technologie (Moduloptimierer oder Mikrowechselrichter) können auch Dächer mit Teilverschattung sehr hohe Erträge erzielen und wirtschaftlich sein.
Auch das sind Formen der temporären Verschattung. MLPE-Systeme helfen auch hier, den Leistungsverlust zu minimieren, da nicht die gesamte Anlage betroffen ist, wenn nur einige Module bedeckt sind.
Ein Schatten auf dem Dach ist heute kein Hindernis mehr für eine ertragreiche Photovoltaikanlage. Technologien wie Moduloptimierer und Mikrowechselrichter haben die Situation grundlegend verändert und ermöglichen es, auch komplexe Dächer optimal zu nutzen.
Als Ihr regionaler Ansprechpartner in Hilpoltstein kennen wir die typischen Dachlandschaften und Herausforderungen von Allersberg bis Greding. Die richtige Entscheidung hängt immer von den Gegebenheiten vor Ort ab. Der nächste Schritt ist daher keine Kaufentscheidung, sondern eine fundierte Planung.
Wenn Sie unsicher sind, welche Lösung für Ihr Dach die beste ist, hilft eine ehrliche, persönliche Beratung oft mehr als stundenlange Internetrecherche. Egal, ob Sie nur die passenden Solarmodule für ein kniffliges Dach suchen oder ein komplettes System planen – wir helfen Ihnen, das volle Potenzial Ihrer Sonne zu ernten.