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Stellen Sie sich vor, Sie haben die perfekten Solarmodule für Ihr Dach in Hilpoltstein gefunden, der Wechselrichter liegt bereit und Sie träumen schon von der ersten Kilowattstunde selbst erzeugten Stroms. Doch dann stoppt Ihr Projekt an einer unscheinbaren grauen Box im Keller: dem Zählerschrank.
Für viele Hausbesitzer im Landkreis Roth und Neumarkt wird dieser Kasten, der jahrzehntelang treu seinen Dienst verrichtet hat, zur unerwarteten Hürde. Denn eine Photovoltaikanlage verändert die Spielregeln. Ihr Haus wird vom reinen Stromverbraucher zum kleinen Kraftwerk – und darauf muss auch die zentrale Verteilerstelle vorbereitet sein.
Die gute Nachricht: Nicht jeder alte Sicherungskasten muss sofort ersetzt werden. Wer aber weiß, worauf es ankommt, erspart sich teure Überraschungen und stellt sicher, dass sein Projekt reibungslos vom örtlichen Netzbetreiber, wie der N-ERGIE Netz GmbH oder der Bayernwerk Netz GmbH, genehmigt wird. Dieser Ratgeber ist Ihr persönlicher Spickzettel für den Zählerschrank-Check.
Der klassische Zählerschrank, wie er in vielen Häusern zwischen Allersberg und Berching noch zu finden ist, wurde für eine einzige Aufgabe konzipiert: Strom aus dem Netz zu empfangen und im Haus zu verteilen. Eine Photovoltaikanlage dreht dieses Prinzip um. Sie speisen überschüssige Energie ins Netz ein.
Diese neue Rolle stellt völlig andere Anforderungen an die Technik:
Laut einer KfW-Studie können sich fast 70 % der Immobilienbesitzer die Installation einer Solaranlage vorstellen. Gleichzeitig schlummern laut BDEW in deutschen Kellern noch Millionen veralteter Zählerschränke. Hier treffen Wunsch und Wirklichkeit aufeinander – und genau hier setzen wir mit unserer Aufklärung an.
Um das Stromnetz stabil und sicher zu halten, gibt es in Deutschland klare technische Vorschriften. Für den Anschluss einer PV-Anlage sind vor allem die Anwendungsregeln des VDE (Verband der Elektrotechnik) entscheidend, insbesondere die VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105.
Keine Sorge, Sie müssen diese Dokumente nicht studieren. Ein von uns vermittelter Elektriker kennt die Details. Wichtig für Sie ist aber, die zentralen Punkte zu verstehen, die Ihr Zählerschrank erfüllen muss.
Mit diesen Informationen können Sie sich selbst ein erstes Bild machen. Gehen Sie in Ihren Keller oder Hausanschlussraum und werfen Sie einen genauen Blick auf Ihren Zählerschrank.
Achtung: Öffnen Sie niemals verplombte Bereiche oder berühren Sie spannungsführende Teile! Dieser Check ist eine reine Sichtprüfung.
Wenn Sie bei Ihrem Check auch nur eine „Rote Flagge“ entdecken, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Zählerschrank für eine vollwertige Photovoltaik Komplettanlage mit Speicher nicht geeignet ist.
Die Diagnose „Zählerschrank muss neu“ fühlt sich erst einmal wie ein Rückschlag an. Sehen Sie es stattdessen als das, was es wirklich ist: eine Investition in die Sicherheit und den Wert Ihrer Immobilie. Ein moderner Zählerschrank schützt nicht nur Ihre PV-Anlage, sondern Ihr gesamtes Zuhause.
Der Ablauf ist unkompliziert, wenn man ihn mit dem richtigen Partner angeht:
Muss der Zählerschrank auch für ein Balkonkraftwerk getauscht werden?
In der Regel nicht. Für steckerfertige Mini-PV-Anlagen bis 800 Watt ist der Aufwand geringer. Hier wird meist nur der alte Zähler gegen einen digitalen Zähler mit Rücklaufsperre oder einen Zweirichtungszähler getauscht. Ein kompletter Schrankumbau ist für ein einzelnes Balkonkraftwerk nicht erforderlich, solange die restliche Hauselektrik in einem sicheren Zustand ist. Planen Sie jedoch später eine Erweiterung, zum Beispiel mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher, ist eine moderne Elektrik immer von Vorteil.
Was kostet der Austausch eines Zählerschranks?
Die Kosten variieren je nach Aufwand und vorhandener Bausubstanz. Als grobe Richtlinie können Sie für den kompletten Austausch eines Zählerschranks in einem Einfamilienhaus im Landkreis Roth mit Kosten zwischen 1.800 € und 3.500 € rechnen. Darin sind Material, Arbeitszeit des Elektrikers und die Anmeldung beim Netzbetreiber enthalten.
Wie lange dauert der Umbau?
Die stromlose Zeit im Haus beschränkt sich meist auf 6 bis 8 Stunden an einem einzigen Arbeitstag. Die gesamte Prozessdauer von der Planung über die Anmeldung bis zur finalen Inbetriebnahme kann jedoch einige Wochen in Anspruch nehmen.
Kann ich den Zählerschrank selbst austauschen, um Kosten zu sparen?
Auf keinen Fall. Arbeiten am Zählerschrank und an der Hauselektrik dürfen aus Sicherheits- und Versicherungsgründen nur von eingetragenen Elektro-Fachbetrieben durchgeführt werden. Nur sie dürfen die Anlage beim Netzbetreiber anmelden und die Inbetriebnahme verantworten.
Der Zählerschrank ist das Herz Ihrer zukünftigen Energie-Unabhängigkeit. Ihn zu modernisieren ist kein lästiges Übel, sondern der erste, entscheidende Schritt zu einer sicheren und zukunftsfähigen PV-Anlage.
Jetzt wissen Sie, worauf Sie achten müssen, und können die Situation in Ihrem Keller besser einschätzen. Doch Sie müssen dafür nicht zum Experten werden – dafür gibt es ja die Fachleute vor Ort.
Wenn Sie eine PV-Anlage im Raum Hilpoltstein, Roth oder Neumarkt planen und unsicher bezüglich Ihres Zählerschranks sind, verschafft ein ehrliches Gespräch auf Augenhöhe oft am schnellsten Klarheit.
Möchten Sie Ihr Projekt von Anfang an richtig aufsetzen? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin für PV-Anlagen im Raum Roth und Neumarkt. Wir schauen uns Ihre Situation gemeinsam an und finden den passenden Weg für Sie – von der richtigen Anlagengröße bis zum normgerechten Zählerschrank.